Montag, 25. Mai 2020

Rosalie ist gestorben

In diesem Jahr kommt es knüppeldick bei uns - und vor allem für die Hühner.
Rosalie ist heute Nacht in der Tierklinik gestorben. Gestern bin ich mit ihr dorthin gefahren, weil es ihr schlecht ging. Sie mochte nichts mehr fressen, atmete ganz angestrengt und stand nur noch herum.
Bei der Röntgenaufnahme wurde dann etwas gefunden, was ich kaum fassen konnte: Rosalie hatte einen Nagel im Magen.
Heute wollte Dr. Legler untersuchen, ob eine OP überhaupt möglich ist, aber Rosalie hat die Nacht in der Klinik nicht mehr geschafft.
Ich bin erschüttert, dass sie einen so sinnlosen Tod hatte. Wir werden auch nicht mehr klären können, wo sie den Nagel gefressen hat. Vielleicht hatte sie ihn schon in sich als sie zu uns kam, aber vielleicht hat sie ihn hier irgendwo ausgebuddelt. Wir wissen es nicht und können es auch nicht mehr klären.
Die süße Rosalie. Ich bin so traurig. Im Dezember ist sie erst mit Queenie und Sophie bei uns eingezogen. Sie hat mich am ersten Tag gehackt wie keine andere vorher und wurde dann so schnell ganz sanft und lieb.
Sie hatte nur fünf schöne Monate in Freiheit. Aber sie hatte einen Namen, sie hat gescharrt und gebuddelt, sie hat Sonnen- und Sandbäder genommen und ist durch den ganzen Garten gestreift.
Hier ist sie rechts mit Queenie und Sophie. Und das andere Foto ist von gestern.
Fly free,  unsere süße Rosalie! 💓




Montag, 18. Mai 2020

Neue Auslegeware

Das Hühnerrevier brauchte eine kleine Auffrischung, und die Gelegenheit war günstig.😊





Sonntag, 3. Mai 2020

Sorgenhühner auf dem Weg der Besserung!

In dieser Woche kostet bei Lidl das Hähnchenbruststeak im Angebot 5,98 Euro das Kilo....

Manchmal kriege ich diese beiden Welten im Kopf nicht zusammen: Auf der einen Seite sehe ich das massenhafte Billigfleisch aus qualvoller Produktion.
Auf der anderen Seite haben wir unsere Hühner Olivia und Queenie in der Tierklinik operieren lassen, um ihnen Leid und frühen Tod zu ersparen. Ohne die OPs wären sie jetzt mit großen Schmerzen schwerkrank oder in der Zwischenzeit schon eingeschläfert.

Das ist alles völlig verdreht.

Mir ist auch klar, dass viele nicht werden verstehen können, dass man Hühner teuer operieren lässt, die doch nur "Nutztiere" sind - und leicht zu ersetzen.

Bei einem Haustier wäre das kein Problem. Wenn eine Katze, ein Meerschweinchen oder eine Schlange operiert werden, ist das natürlich ok. Die Tiere gehören ja zur Familie, werden geliebt und sind daher wertvoll.

Genauso geht es uns mit den Hühnern, auch wenn (fast) alle draußen in ihrem Stall und Hühnerrevier leben. Keins ist wie das andere. Jedes hat seine Eigenarten und ist liebenswert.

Wir haben uns die Entscheidung zur OP nicht leicht gemacht, haben den Aufwand und die Prognose abgewogen - und uns dann doch zweimal zur OP entschieden. Auch bei Queenie, die wegen ihrer Tumore in der Leber keine große Lebenserwartung mehr haben wird. Nur hätte sie ohne die OP nur noch ein kurzes Leben mit großen Schmerzen gehabt - und wir mögen sie einfach so gern. Sie ist so ein freundliches und anhängliches Tier. Das zutraulichste aller unserer Hühner.

Olivias Schichteier haben ein Drittel ihres Körpergewichtes ausgemacht. Es kann sich jede/r mal vorstellen, wie es ist mit so einem großen entzündeten Tumor im Bauch zu leben, der so zwischen 20 und 30 Kilo wiegt...

Wie auch immer: Wir haben uns entschieden, und zum Glück ist es in beiden Fällen gut gegangen, und beide Hühner sind jetzt auf dem Weg der Besserung. Wir sind froh, dass sie noch da sind und sich ihres Lebens schmerzfrei erfreuen können. Das sind knapp 4 Kilo Hühner-Lebendgewicht, die wir gern haben und die jetzt wieder fröhlich durch unseren Garten und ihr Revier stromern. So soll das sein!