Samstag, 28. September 2019

Die Tiefbau-AG

Nachdem Riekchen nicht mehr da ist, erkennen wir im Augenblick keine klare Chefin der Hühnerschar.
Die beiden ganz "Alten", Agathe und Carölchen, haben sichtlich Autorität bei den anderen, bleiben aber doch im Hintergrund. Klementinchen ist recht weit oben in der Hackordnung, aber noch nicht eindeutig die Chefin. Der Platz muss wohl erst langsam neu vergeben werden.
Ansonsten ist es derzeit ziemlich friedlich in der Hühnerschar. Abgesehen von kleinen Zickereien, sind offenbar alle Hühner der beiden Nachfolgegenerationen gut integriert.
Und sie tun das, was sie nach dem Fressen am liebsten tun: Buddeln!




Samstag, 14. September 2019

Gangsterbräute 2.0 - The next generation

Irgendwo haben die Hühner einen Durchschlupf durch den Zaun gefunden. Seit gestern haben wir Paulinchen, Nina und Olivia schon außerhalb des Reviers gesehen und wieder nach Hause verfrachtet. Wir dachten, wir hätten den Durchschlupf inzwischen entdeckt und verschlossen, aber dann war Olivia plötzlich wieder verschwunden. Da muss es also noch eine Lücke im Zaun geben. Olivia habe ich dann auf dem Feldweg hinter dem Haus erspäht. Sehr munter und on the road....



Dienstag, 10. September 2019

Riekchen ist tot

Wir mussten Riekchen heute gehen lassen. Sie war absolut am Ende ihrer Kräfte und konnte sich einfach nicht mehr aufrecht halten. Noch nicht einmal im Liegen...Da haben wir einen Termin bei der Tierärztin gemacht. Sie war schon so erschöpft, dass sie ganz ruhig herübergedämmert ist.
Mein liebes Riekchen, das zerreißt mir das Herz. Der Abschied von einem geliebten Huhn ist nicht leichter als der von anderen Haustieren. Sie war von Anfang an mein Liebling, so ein starkes und mutiges Huhn, schon aufrecht und selbstbewusst in ihrer Schwäche ganz am Anfang. So sah sie da aus, im Mai 2017. Vom ersten Tag an war sie die Chefin der Hühnerschar, und blieb es auch die ganze Zeit bis vor ein paar Tagen.

Riekchen, als sie zum ersten Mal Tageslicht und Gras sah.




Als es bald danach kalt wurde, kam sie, nackt wie sie war, nicht ohne Pullover aus. Aber das hinderte sie nicht daran, ihre neue Welt zu erobern.



In den ersten Monaten war sie zweimal recht krank, und einmal musste ihr sogar beim Tierarzt in einer Mini-OP der Kropf aufgeschnitten werden, weil er verstopft war. Damals sah sie auch traurig aus. Aber sie hatte von Anfang an ein Kämpferherz.


Frisch operiert durfte sie nur durch den Zaun Kontakt mit ihrer Schar aufnehmen.




Nur Krankenschwester Agathe durfte mit ihr zusammen durch den Garten stromern.


Riekchen hat sich gut von den ersten Komplikationen erholt und entwickelte sich zu einem starken Huhn. Vier Monate nach ihrer Ankunft sah sie dann so aus:



Ingesamt hat sie 2 Jahre und 4 Monate bei uns gelebt. Und ich bin sicher, dass sie es genossen hat. Zusammen mit Carölchen bildete sie die kleine Panzerknacker-AG. Die beiden im Duo fanden immer irgendwo eine Stelle, wo sie den Zaun unterbuddeln oder anders überwinden konnten.
Wir hatten mit den beiden jedenfalls immer viel Spaß - und manchmal ein bisschen Stress, wenn sie mal wieder ausgebrochen waren, und wir sie suchen mussten.


 

Riekchen war ein wunderschönes, mutiges und stolzes Huhn. Und sie war cool und witzig.


Unser Hühnerhof wird ohne Riekchen für mich ganz anders sein. Sie war für mich der Mittelpunkt des Ganzen und ich muss mich jetzt mit den Hühnern neu sortieren. Das wird auch schon gehen.

Aber Riekchen wird mir schrecklich fehlen.
Adieu, meine Schöne, mein liebes kleines Riekchen!











Samstag, 7. September 2019

Seniorinnenresidenz Hildesheim

Riekchen und Carölchen, unsere beiden pflegebedürftigen Hühner, verbringen ihre Tage jetzt in der Seniorinnenresidenz "Hildesheim".
Wir haben mit einem Steckzaun ein kleines Areal abgegrenzt, so dass sie nicht vom Rasenmähroboter gestört werden, der Hund ihnen auch den Napf nicht leer futtern kann, was er gerne mal macht... und sie insgesamt ihre Ruhe haben.
Außerhalb der Mäh- und Futterzeiten ist ein Tor des Zaunes offen. Dann turnt Carölchen irgendwo ganz hinten im Garten herum und durchkämmt wie gehabt die wildesten Ecken.

Ein Blick auf die Seniorinnenresidenz "Hildesheim".
Carölchen inspiziert die Inneneinrichtung.
Futterzeiten sind wichtig!
Aber auch die Ruhezeit danach!
Der Rasenmähroboter "Thomas' Schaf" kann nicht stören.

.... und muss abdrehen.
Andere Zaungäste stellen sich ein.
... und würden gerne mal am Futter naschen.

 




Mittwoch, 4. September 2019

Die kleine Seniorinnen-Gruppe

Riekchen hält sich wacker, futtert wie ein kleiner Scheunendrescher, schwächelt aber immer noch. Wir wissen ja, dass sie nicht wieder ganz gesund werden kann.
Und auch Carölchen, von der ich schon seit einem Besuch in der Tierklinik Anfang Juli weiß, dass sie nicht mehr viel Lebenszeit hat, wird nun doch deutlich langsamer.
Wir mussten uns in den letzten Wochen langsam und mühsam daran gewöhnen, dass der Abschied von den letzten Hühnern unserer 1. Generation näher rückt. Ein Abschied, der umso schwerer wird als Riekchen und Carölchen mit ihrer witzigen und liebenswerten Art uns besonders am Herzen liegen.
Nur Agathe hält dann noch die Stellung der 1. Generation. Aber ich glaube, sie hat in ihrem ganzen Leben nie ein Ei gelegt und deshalb eine viel stabilere Gesundheit als die anderen Hühner. Agathe war immer schon kräftig und schwer und hat ein wunderschön dichtes Gefieder. Immerhin sie bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten.

Riekchen und Carölchen bilden jetzt eine kleine Seniorinnen-Gruppe in unserem Garten. Riekchen wird inzwischen nicht mehr als Chefin akzeptiert und von den anderen massiv angegriffen, wenn sie ins Revier kommt. Darum müssen wir sie separieren, weil sie nicht die Kraft hat sich gegen die Angriffe zu wehren. (Hühner sind mit Kranken leider alles andere als zimperlich...)
Weil Carölchen ohnehin immer schon am liebsten durch unseren Garten marodierte und auch lieb zu Riekchen ist, bilden die beiden jetzt tagsüber die kleine Seniorinnen-Gruppe im Garten. Abends geht Carölchen in den Stall ins Hühnerrevier. Sie wird sofort integriert und gehört noch zur Gruppe.
Riekchen schläft stattdessen drinnen im Welpenstall.
Als wir die Hühner damals bekamen, haben wir noch nicht an ihr Altwerden gedacht. Jetzt erleben wir, wie es ist, wenn Hühner alt und pflegebedürftig werden.
Auch das hat seine Zeit.

Carölchen (links) und Riekchen (rechts) bei uns im Garten.


Sonntag, 1. September 2019

Riekchen geht es nicht gut

Heute kein fröhlicher Beitrag von unseren Hühnern. Unserem Riekchen geht es nicht gut. Sie ist schwach und wir sind nicht sicher, ob sie sich noch einmal fängt oder ob es weiter abwärts geht.
Sie mag immer noch gerne fressen, das ist immerhin ein gutes Zeichen, aber ansonsten ist sie wesentlich schwächer als normal. In der Klinik war ja schon deutlich geworden, dass sie viele kleine Tumore in der Leber hat, aber da hatten wir noch Hoffnung, sie noch eine Weile bei uns zu haben. Es ist jetzt doch sehr schnell bergab gegangen.
Wir haben sie tagsüber immer mal in unserer Nähe, um sie zum Futtern zu animieren, damit sie nicht noch schwächer wird.
Wir gucken, wie es ihr geht. Solange sie noch Lebensmut hat, mit Wonne frisst und trinkt, und wir nicht den Eindruck haben, dass sie Schmerzen leidet, bleibt sie bei uns und wird betüdelt.