Seit einigen Tagen ging es Loretta nicht gut. Trotz der Behandlung durch die Ärztin wurde es nicht besser, sondern immer noch schlechter.
Gestern haben wir Loretta dann gehen lassen. Sie ist bei der Tierärztin ganz ruhig und friedlich auf meinem Schoß gestorben.
Genau ein Jahr war Loretta bei uns. Am 27. Januar 2019 war sie eingezogen.
Loretta hatte den putzigsten Bürzel aller Hühner. Sie trug ihn oft hochgereckt wie einen kleinen halbrunden Fächer. Loretta war immer ganz am Ende der Hackordnung, konnte sich aber trotzdem wehren, wenn es nötig war.
Immerhin ein ganzes Jahr lang hatte sie noch ein schönes Hühnerleben.
Queenie, Rosalie und Sophie übernachten weiterhin im Haus, weil die Nächte im Hühnerhaus für die Drei noch zu kalt sind.
Da ergab sich die Gelegenheit, dass ich zufällig dazu kam, als Queenie sich zum Legen ins improvisierte Nest zurückzog. Da habe ich die Kamera geholt und gefilmt, wie ein ganz normales Ei gelegt wird. Ganz schön anstrengend für das Huhn.
Ich finde, das ist ein guter Grund, sehr achtsam mit Hühnereiern umzugehen.
Heute habe ich über "Rettet das Huhn" ein paar Fotos aus dem Stall bekommen, in dem unsere Hühner bis zum 22. Dezember gelebt haben. So sieht ein Stall aus, in dem "Eier aus Bodenhaltung" gelegt werden:
Und der WDR (Lokalzeit aus Dortmund vom 7.1.) hat einen Bericht von der Ausstallung gedreht, aus der wir auch Queenie, Rosalie und Sophie übernommen haben. Darin ist auch wenige Sekunden lang zu sehen, wo unsere Hühner die ersten 14 Monate ihres Lebens gelebt haben.
Und hier der gesamte Bericht über die Rettung vom 22.12. Er ist 4:30 Minuten lang.
Bei ihren täglichen Zeiten draußen lernen die drei Neuen immer mehr ihr neues Umfeld und ihre Mitbewohner/innen kennen. (Weil es noch zu kalt ist, sind sie immer nur einige Stunden draußen in ihrem kleinen Extra-Revier.)
Während die Alten die Neuen recht lässig zur Kenntnis nehmen, ist es für die drei Neuen doch ziemlich aufregend alles.
Heute war ein regnerischer und trüber Tag. Da ist es ratsam, mit einem wärmenden Pulli nach draußen zu gehen. Hier die neue Kollektion unserer drei Dezember-Schätze:
Unsere drei Neuen, Queenie, Rosalie und Sophie, dürfen bei gutem Wetter jeden Tag ein Stündchen nach Draußen, um sich langsam zu akklimatisieren.
Heute haben sie zum ersten Mal Erdboden kennengelernt - und wie es ist, darin zu scharren und zu baden.
Und es ist jedes Mal wieder anrührend: Diese Hühner, die nichts kennengelernt haben, sind sofort "richtige" Hühner, wenn sie in natürlicher Umgebung sind. Sie scharren und wälzen sich als hätten sie nie etwas anderes erlebt.
Unsere drei Neuen erleben zum ersten Mal, nach 18 Monaten ohne Tageslicht, das Draußen-Sein und die Sonne. Weil sie noch geschwächt sind und nicht genug Federn haben, dürfen sie nicht lange draußen sein und müssen sich erst langsam daran gewöhnen.
Zum Glück ist der Winter gerade mild, so dass sie immerhin ein paar Stunden raus können. Aber drinnen haben sie es auch ganz gemütlich in ihrem "Zwei-Welpenstall-Appartement".
Ach, es sind dann doch drei Hühner geworden.
Wie schon unsere allerersten Hühner, sind auch diese wieder aus Bodenhaltung - und es ist ihnen anzusehen.
Unsere Drei sind erschöpft, aber trotzdem noch ganz mutig und wehrhaft. Wir hoffen, dass sie sich bald erholen.
Herzlich willkommen, Queenie, Rosalie und Sophie.
(Ich hätte natürlich lieber das Original von "Driving home for Christmas" druntergelegt, aber das geht nicht wegen der GEMA-Rechte...)
Queenie und Rosalie werden heute erst einziehen, wenn es schon dunkel ist. Und dann übernachten sie die erste Nacht drinnen im Welpenstall. Die anderen amüsieren sich derweil damit, was sie am besten können: Den Garten auf links drehen. 😃
Am nächsten Sonntag, am 4. Advent, werden noch zwei Hühner bei uns einziehen.Vielleicht zwei braune, aber es könnten diesmal vielleicht auch zwei weiße Hühner werden.
Sie stammen aus einem Bodenhaltungs-Betrieb, der am 22. Dezember ausstallen wird. www.rettet-das-huhn.de vermittelt Legehennen auch mitten im Winter, wenn es sich nicht vermeiden lässt. In etwas wärmeren Jahreszeiten wäre es für die Hühner leichter, sich draußen zu akklimatisieren. Aber der Verein muss sich an die Vorgaben der Landwirte halten. Wenn die ausstallen wollen, ist es so.
Wir haben hier bei uns nicht mehr soo viele Plätze frei, aber für zwei Neue reicht es auf alle Fälle noch. Unser Stall ist auf 20 Hennen ausgelegt, da haben sie genug Platz. Im Moment haben wir ja 10.
Ich hoffe, dass diese Tiere nicht so kahl sein werden, wenn sie jetzt im Dezember zum ersten Mal an die frische und kalte Luft kommen. Unsere ersten sieben Hühner aus dem Mai 2017 waren ja aus Bodenhaltung und teilweise sehr wenig befiedert. Zur Erinnerung:
Auf alle Fälle werden wir Hühnerpullis in petto haben, falls die beiden frieren. Und sollte es nachts zu frostig werden, müssen die beiden ein Weilchen in unserem Haus übernachten. Da finden wir dann eine passende Lösung mit ausreichender Wärme.
Noch wohnen sie so. (Beispielfoto aus der Hühner-Bodenhaltung)
Am Sonntag ziehen dann alle Hennen eines solchen Betriebes nicht in
den Schlachthof, sondern in ein neues, schönes Zuhause mit Licht und
Luft und Platz.
Wir freuen uns auf Queenie und Rosalie!
Unser Carölchen ist seit Mai 2017 bei uns. Agathe und sie sind unsere "Alten".
Weil wir seit einem halben Jahr wissen, dass Carölchens Bauch voller kleiner Tumore sitzt, die man nicht operieren könnte, ist jeder Monat mit ihr ein zusätzliches Geschenk.
Sie ist viel ruhiger geworden als in den ersten Jahren, baut keine U-Bahnen und Tunnel mehr, aber sie macht trotz allem einen zufriedenen Eindruck. Und sie geht nach wie vor am liebsten ihre eigenen Wege, an die sich die anderen dann auch mal dranhängen.
Allen Hühnern geht es gut. Sie sind jetzt langsam mit der Mauser durch und machen sich einen gemütlichen Herbst.
Heute gibt es zum ersten Mal ein Video ganz ohne Hühner. Man hört sie nur etwas im Hintergrund.
Denn seitdem wir Hühner haben, ist die Vogelpopulation im Garten mächtig gewachsen.
Große Spatzenschwärme, aber auch Meisen, Rotkehlchen, Krähen und Tauben holen sich ihren Anteil an Futter - oder kommen auf ein Bad vorbei.
Wir mögen das und freuen uns über die "Mitesser".