Donnerstag, 29. Juni 2017

Lieber Design als Kranksein

Ich habe gestern zum ersten Mal in meinem Leben einen Hühner-Regenmantel genäht... 😊
Weil für die nächsten Tage Kälte und Regenmassen angesagt wurden, und Riekchen schnell friert, habe ich ihr einen kleinen Regenmantel genäht. Aus ganz leichtem Softshell. Eine Seite Wasserabweisend, eine Seite dünnes, warmes Fleece. Das Regenmäntelchen steht ihr gut und es hat sich heute bei Platzregen schon bewährt.
17 Uhr - Bruchhausen-Vilsen - Es regnet aus Eimern - Das Mäntelchen wärmt.

Riekchen zeigt hier das Modell "Butterfly" im sommerlichen Design und der aktuellen Modefarbe des Jahres 2017: "Greenery".



Mittwoch, 28. Juni 2017

Regendach

Die Wetteraussichten für die nächste Woche sind bescheiden: Regen und zu kalt.



Und weil wir ein, zwei kränkelnde Hühnchen haben, denen das gerade nicht gut tut, haben wir ein Regendach über die Außenvoliere gespannt. So haben sie ein größeres, halbwegs trockenes Außenterrain in der nächsten Woche.
Die Hühnis finden das Regendach toll. Hat wohl was von einer grünen Baumkrone. Jedenfalls hängen sie jetzt da herum, obwohl die Tür zum weiten Außenrevier natürlich offen steht.


Krankenstation

Das wechselhafte Wetter der letzten Zeit, heiß, kalt, schwül, Regen, Sonne und wieder viel Regen fordert seinen Tribut.
Emmi ist krank. Ihre Gesichtshaut ist ein bisschen geschwollen, und sie ist müde.
Nachdem es noch schlimmer wurde als auf diesem Foto und das Auge fast zugeschwollen war, waren wir bei der Tierärztin mit ihr.



Die Diagnose klang nicht so gut. Wenn Emmi "Glück" hat, ist es wirklich nur ein Schnupfen. Aber die Tierärztin fürchtet, dass es eine ernstere und ansteckende Krankheit sein könnte. Mycoplasmen-Infektion. Sie hätte Emmi evtl. schon vorsorglich einschläfern wollen, um die anderen Hühner nicht anzustecken. Aber wir wollen es doch erst mit Antibiotika versuchen, ob sie darauf reagiert und es besser wird. 

Riekchen und Dora zeigen auch leichte Symptome. Aber ich habe eigentlich immer noch das Gefühl, dass es eine schlichte Erkältung sein könnte. Die macht auch geschwollene Gesichtshaut bei Hühnern. Eigentlich ist diese Mycoplasmen-Infektion bei Legefabrik-Hühnern kaum möglich. Sie hätten sich das daher in der kurzen Zeit, die sie bei uns sind, von Wildvögeln eingefangen. Und irgendwie hoffe ich, dass diese beiden eher unwahrscheinlichen Faktoren doch nicht zutreffen. 
Ein genaues Abklären der Ursache ist - laut der Ärztin - bei lebenden Hühnern sehr aufwändig und nicht wirklich eindeutig. Ich hoffe jetzt einfach, dass Emmi wieder gesund wird, und die anderen nicht krank werden.


Sonntag, 25. Juni 2017

Photobombing

Wikipedia sagt:
"Photobombing (im Deutschen auch Fotobombe) ist eine freiwillige oder unfreiwillige Aktion beim Entstehen eines Fotos, bei dem sich eine Person oder ein Gegenstand in den Vordergrund oder gut sichtbar in den Hintergrund drängelt bzw. die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zieht."
https://de.wikipedia.org/wiki/Photobombing

Das sieht dann so aus:
(Man kann übrigens direkt auf die Fotos klicken, um sie zu vergrößern.)




Oder so:


Oder so: Gitte, die alte Rampensau.




Im Rotlichtmilieu

Das Wetter ist zur Zeit bescheiden für Mensch und Tier. Hitze, Schwüle, Sturm, Regen und Kälte wechseln sich ab.
Regenbögen sind an der Tagesordnung:


Aber leider auch der dazugehörige Regen:


Emmi, neben Riekchen das zweite noch kahle Suppenhühnchen, hat sich ein bisschen erkältet. Darum bekommt sie das kleine Erkältungs- und Stärkungsprogramm: Pullover, Kamillentee, Traubenzuckerlösung und ein bisschen Rotlicht zum Durchwärmen. 
Das hat ihr anscheinend gut getan. Danach hatte sie wieder Appetit.


Ich hoffe, sie ist bald wieder ganz fit.



Samstag, 24. Juni 2017

Ausbrecherkönigin

Wegen Erkrankungen von Zwei- und Vierbeinern musste der Blog ein paar Tage ruhen. Jetzt kann es weiter gehen.

Es ist doch etwas Nettes, wenn ich im Vorgarten Unkraut jäte und dabei Gesellschaft bekomme: Agathe war ausgebrochen und stand plötzlich neben mir.


Erst wollte ich sie gleich wieder ins Gehege verfrachten, aber dann fand ich es doch ganz niedlich mit der Hühnergesellschaft. So haben wir ein bisschen gemeinsam gejätet, und ich habe ihr dabei ein paar Schnecken zugesteckt. Da steht sie drauf. 😊
Sie ist ja in der Hühnerschar am Ende der Hackordnung, und so fand ich es ganz nett, dass sie auch einmal eine exponierte Position hatte. Die anderen hinter dem Zaun waren etwas ratlos, wie Agathe da wohl hingekommen sein könnte.



Erst als Carola dann auch die Stelle entdeckt hatte, wo der Zaun untergraben worden war und sich auch zu uns gesellte, habe ich die beiden wieder ins Gehege bugsiert.
Aber nett war es schon, da mal ein bisschen gemeinsam zu buddeln...

Sonntag, 18. Juni 2017

Gemischter Vorspeisenteller

Die Hühnis lieben es, wenn sie als Zwischenmahlzeit mal ein Leckerchen bekommen: Mais oder Gurke, Wassermelone, ein paar Sonnenblumenkerne oder gekochtes Ei. Letzteres klingt zwar makaber, aber sie lieben es, und ich finde es nur fair, wenn sie von ihrer Produktion auch einen Teil abbekommen. Weil die Hühnis wissen, dass wir immer mal mit einem Leckerchen kommen, rasen sie uns so begeistert entgegen, wenn wir das Gehege betreten. 😊

Gestern war bei uns Feiertag. Darum gab es im Restaurant "Le Poulet" einen besonders großen Vorspeisenteller: Gurke, Tomate, Mais und Ei. Der kleine Extrateller ist für Agathe, die vermutlich von der gierigen Meute, die nichts abgeben mag, weggescheucht würde und sonst vielleicht nur die Reste oder nichts bekäme.
(Das ist natürlich nur eine Zwischenmahlzeit. Sie bekommen jeden Morgen einen gut gefüllten Trog mit Hühnerfutter für den Tag.)


Der Vorspeisenteller kommt gut an!


Kurze Zeit später...


Schade, alles weg...


Freitag, 16. Juni 2017

Es pressiert

Morgens früh legt Riekchen, die Chefin, das erste Ei. In das linke von 6 Legenestern. Und anstatt dass sich die anderen auf die anderen Nester verteilen, wollen sie dann auch alle in das linke Nest. Weil aber jedes Huhn seine Zeit braucht, müssen die anderen Schlange stehen - auch wenn es pressiert.

Hier sitzt Dorchen hinten links im Nest.
Gitte wartet schon ungeduldig davor, dass sie endlich drankommt.


Weil es länger dauert, nimmt Gitte im Nest rechts daneben Platz.


Was Dorchen sichtlich stört. So kann sie nicht arbeiten.


Aber auch Gitte fühlt sich in diesem zweitklassigen Nest nicht wohl.


Sie ist mit der Gesamtsituation unzufrieden.


Also steht sie auf und guckt nochmal, ob Dorchen jetzt endlich fertig ist.
Aha, sie war erfolgreich. Also kann sie das Nest räumen.


Gitte ist am Ziel. Dorchen zieht ab.


Blick zurück im Zorn.


Und unten wartet schon zeternd Carola, dass Gitte nun in die Puschen kommt.
Die fünf leeren Nester bleiben verwaist. 


Eine gute halbe Stunde später: Riekchen, Dorchen, Gitte und Carola haben es geschafft.




Donnerstag, 15. Juni 2017

Kriminelle Energie

Leider verfügen unsere Hühnis über einen beachtlichen Teil krimineller Energie. Und sie nutzen ihn!
Weil das Gras auf unserer Seite des Gartens einfach besser ist, suchen Riekchen und Dora nach einem geeigneten Platz zum Untergraben des neu gezogenen Zauns.


Während Riekchen den passenden Ort zum Graben gefunden hat, steht Dora Schmiere. 


Der Anfang ist gemacht. Der erste Teil des Tunnels ist gebaut und Riekchen auf dem Weg in die Freiheit Nr. 2.


Blöderweise habe ich die Gangster entdeckt und den Tunnel wieder zugeschaufelt.
Die Hühner haben nur lässig gegrinst. Von solchen Lappalien lässt sich ihr Freiheitsdrang auf Dauer nicht aufhalten
Na dann, auf ein Neues...

Montag, 12. Juni 2017

Wäschewechsel

Unser Riekchen läuft immer noch im Pulli herum, wenn es nicht so warm ist. Das tut ihr sichtlich gut. Sonst hatte sie bei kälterem Wetter oft eine knallrote Haut an Bauch und Po, weil der kleine Körper die Wärmeregulation wohl nicht anders schaffte, als Blut in die äußersten Hautschichten zu pumpen. Das sah oft nicht schön aus.
Seitdem sie den kleinen Pulli trug, ging es ihrer Haut sichtlich besser.
Gestern war es wieder sehr warm, da konnte sie den Pulli ausziehen.
Aber gegen Abend kam ein Platzregen, und es wurde schlagartig ziemlich kalt. Riekchen stand auf einem trockenen Platz am Haus und bibberte. Das mochten wir nicht mit ansehen.
Weil aber der blaue Pulli in der Wäsche war, zog sie das zweite, hellgrüne Modell an.
Très chic! Mit Applikationen am Bürzel.



Dieses Modell ist z.B. besonders angesagt, wenn man zum Essen verabredet ist.



Sonntag, 11. Juni 2017

Wie im alten Rom - und die Zeitschaltuhr des Grauens.

Was hier aussieht wie ein Hühnergemetzel, sind unsere in der Sonne chillenden Hühnchen. Sie lieben es, sich mal ein paar Minuten seitlich in die Sonne zu legen.
Und auch, wenn das nicht so aussieht, geht es ihnen dabei besonders gut.


Die ganz besonders lässigen Typen fressen noch ein bisschen im Liegen:
wie im alten Rom...



Unsere Hühner haben eine Hühnerklappe am Haus, die von einer Zeitschaltuhr gesteuert wird.
Werkseinstellung war Schließzeit von 22 - 8 Uhr. Das war mir zu viel. Im Moment wird es sehr spät erst dunkel und sehr früh hell. Da können die Hühner ruhig etwas früher morgens in ihr Revier spazieren. Also habe ich gestern die Zeitschaltuhr neu programmiert. Diese hier:


Mit dieser Anleitung:


Das dauerte über eine Stunde und locker 30 vergebliche Versuche. Die Hühner, die mir natürlich Gesellschaft leisteten, kennen jetzt jede Menge Schimpfworte... 

Ich glaube, der Entwickler der Bedienung dieser Zeitschaltuhr hat vorher die Plastikverpackungen von CDs und DVDs erfunden und hat bei beidem diabolisch gelächelt. 😈



Samstag, 10. Juni 2017

Drei Wochen mit unseren Hühnern

Heute vor drei Wochen haben wir unsere 7 Hühnchen abgeholt. Und es geht uns allen gut. Wir freuen uns an ihnen, und sie haben sich wunderbar eingelebt und bewegen sich völlig selbstverständlich in ihrem Revier.
Es ist schön, wie munter die Hühner sind. Keines ist krank geworden.
Langsam beginnt auch bei meinen "Suppenhühnchen" das Gefieder nachzuwachsen. Und inzwischen ist auch in die Hackordnung relative Ruhe eingekehrt. Agathe wird nicht mehr so herumgescheucht und ist meistens mitten drin in der Hühnerschar. Nachts schläft sie jetzt in einem kleinen Viererpulk, nicht mehr allein. Ab und zu wird ein bisschen gepickt. Aber nicht schlimm.
Sie sind alle viel schneller zutraulich geworden als ich erwartet hätte. Es ist unglaublich lustig, wenn wir ins Gehege kommen und sie aus allen Ecken mit großen Sprüngen angehüpft kommen.
Hühner sind wirklich niedlich. Das hätte ich vorher gar nicht gedacht. Aber diese zarten und zerbrechlichen Wesen haben einen ganz eigenen Charme. Wir sind sehr froh mit ihnen.