Unsere liebe Emmi ist gestorben. Wir hatten schon seit ein paar Tagen das Gefühl, dass es aufs Sterben zugeht. Sie wirkte nicht krank, sondern nur sehr sehr müde und kraftlos.
Vor drei Tagen ist sie noch ein bisschen auf dem Rasen herumspaziert und hat gepickt.
Seit zwei Tagen mochte sie sich aber kaum noch bewegen. Sie sah sehr müde und schwach aus. Weil die Temperaturen schon gegen 0 Grad gingen und sie stehend sehr auskühlte, haben wir sie hereingeholt, wenn die Sonne unterging. Sie hat sich dann drinnen aufgewärmt. Auf dem Foto hat sie den Kopf unter die Federn gesteckt und schläft vor dem warmen Kaminofen.
Sie hat dann auch ein bisschen gefressen und getrunken und die Nacht drinnen im Welpenstall verbracht.
Heute Nacht ist Emmi im Schlaf gestorben.
Emmi war, neben Riekchen, das kleinste und federloseste Huhn, als wir sie im Mai 2017 bekamen.
Emmi hatte von Anfang an eine bläuliche Trübung auf dem linken Auge. Wie viel sie da sehen konnte, wissen wir nicht. Und sie war in der ersten Zeit sehr schwach und kränklich, musste auch wegen einer Infektion zur Ärztin.
Als die das klapprige Huhn im blauen Hühnerpullover ansah und untersuchte, schlug sie uns vor, sie einzuschläfern. Sie wäre insgesamt doch sehr schwach und könnte die anderen am Ende mit einer Krankheit anstecken.
Das wollten wir aber nicht. Sie sollte ihre Chance bekommen, und wir haben Emmi wieder mitgenommen. Sie hat sich dann sehr gut erholt, und auch wenn ihr Federkleid am längsten brauchte, um komplett zu werden, ist sie ein sehr munteres und fröhliches Huhn geworden. Emmi war die quasseligste von der ganzen Hühnerschar und hatte immer sehr viel zu erzählen.
Ich bin so froh, dass wir Emmi damals wieder mitgenommen haben, und dass die Hälfte ihres Lebens noch richtig schön gewesen ist!





Das ist sehr traurig. Aber sie hat die Sonne kennen gelernt und den Wind. Den Geruch frischer Erde, den Geschmack von gutem Futter und von Käfern und Schnecken. Ein Sandbad und den artgerechten Kontakt zu einer überschaubaren Gruppe anderen Hühnern. 18 Monate in Freiheit. Das ist so viel wert.
AntwortenLöschenJa, so sehen wir das auch. Mindestens die Hälfte ihres Lebens war ein gutes Hühnerleben. Immerhin! Und Emmi war so ein fröhliches Huhn, das seine Zeit so sehr genossen hat. Das freut mich auch.
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