Sonntag, 28. Februar 2021

Paulinchen neue Frisur

 Paulinchen lebt seit Juli 2019 bei uns. Obwohl sie ein recht schönes Gefieder bekommen hat, prangte auf ihrem Kopf immer noch eine kleine Glatze. Da zeigten sich keine Federn. So sah sie im Januar 2021 aus.



Außerdem veränderten sich ihre Eier in letzter Zeit. sie wurden dünnschalig, länglich (das ist öfter bei älteren Hühnern), aber auch manchmal mit blutigen Tupfen. Ihr Legedarm schien überstrapaziert und vielleicht etwas entzündet zu sein. Das untere ist so ein dünnschaliges, längliches Ei von ihr.


 Wir haben uns dann entschlossen, ihre einen Hormonchip setzen zu lassen. Das bedeutet, dass sie für mindestens 3 Monate kein Ei legen wird, und sich ihr Legedarm erholen kann.

Außerdem vermuteten wir, dass sich ihr Gefieder in der Zeit komplett regenerieren würde.
Und siehe da: Vier Wochen nach dem Chippen ist ihr ganzer Kopf voller kommender kleiner Federn. Die Federansätze wachsen in kleinen weißen Federkielen, darum sieht das so putzig aus.



Paulinchen ist gut drauf und erholt sich sichtlich. Das freut uns!!

6 Kommentare:

  1. kann man solche Chips immer wieder gleich hintereinander geben? sozusagen für den Rest das Hühnerleben? Es wäre doch ne Wohltat fürs Huhn.

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    1. Es ist ein bisschen die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die Hormone, die in dem Chip sind, beeinflussen auch ein bisschen das Wesen. Das kennen Menschen ja auch...
      Und ich glaube, man tut ihnen keinen Gefallen, wenn man ihnen das auf Dauer gibt. Sie sind dann schon ein bisschen wunderlich in der Zeit.
      Olivia kann nicht anders, sie braucht die Hormone, weil ihr zerstörter Legedarm entfernt werden musste. Für sie bedeuteten die Chips das Weiterleben.
      Für die anderen ist es, glaube ich, besser, wenn sie wieder ganz sie selbst sein können nach der Chip-Phase.

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  2. Wir haben auch so ein Glatzen-Huhn, sie heißt Willis (Ähnlichkeiten mit dem Namen eines Schauspielers sind rein zufällig ...) und kam im März 2020 aus dem Sauerland zu uns. Ihre Glatze ist sogar noch ausgeprägter, als die von Paulinchen. Auch ihr restliches Gefieder ist noch ziemlich zerrupft, aber da sie relativ kleine Eier mit harter Schale legt, haben wir sie noch nicht gechipt. Ihre beiden Sauerland-Schwestern haben durch die Chip-Pause wunderschöne Federn bekommen und ihr Legeapparat konnte sich erholen. Vorher kamen Eier, die teilweise beim Legen schon kaputt gingen, oder sie haben zweimal am gleichen Tag ei-ähnliche Gebilde gelegt, da mussten wir eingreifen. Aber sie werden wirklich "komisch", und ich bin froh, dass sie jetzt wieder vergnügte Hennen sind. Jeanette, darf ich fragen, was die Chips bei euch da oben kosten?
    Liebe Grüße

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    1. Wenn wir zur Tierärztin gehen, handeln wir immer mehrere Sachen ab. Der Hund ist immer dabei, da werden dann evtl. die Krallen geschnitten. Oder wir nehmen Wurmmittel für die Hühner oder Katzen mit. Darum kann ich es Dir gerade nicht exakt sagen. Es sind um die 80 Euro für das Chippen.
      Ich habe mir das in der Tierklinik genau zeigen lassen. Das geht ohne Narkose und dauert etwa 5 - 10 Minuten.

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    2. Machst Du das selbst? Ja, das Setzen des Chips ist keine große Sache (wenn man von der beeindruckenden Größe der Kanüle absieht) und kostet auch nicht viel, aber das Medikament an sich ist so teuer, über 100 € bei uns. Schon verrückt, für die einen sind die Hühnchen Abfall und für die anderen ...

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  3. Nicole, nein, das macht unsere Tierärztin. Aber ich habe schon öfter gelesen, dass die Preise dafür extrem unterschiedlich sind. Zumal es auch Ärzt*innen gibt, die das mit Narkose machen, was es extrem verteuert.
    Aber nötig ist eine Narkose wirklich nicht. Auch in der Tierärztlichen Hochschule machen sie es ohne Narkose. Ich war jetzt 5 x oder so dabei, und nie machte ein Huhn den Eindruck, dass es Schmerzen hat.
    Den winzigen Schnitt in die Haut scheinen sie kaum zu registrieren. Und selbst beim Vernähen mit einem Stich hat noch nie eine gezuckt.

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