So können sie lässig im Sand hudeln, während "das Zimmer" geputzt wird.
Bevor wir die Hühner bekamen, habe ich manche (Ex)Hühnerhalterinnen gefragt, wieviel Aufwand mit der Hühnerpflege verbunden ist. Alle sagten, dass das kaum ins Gewicht fiele. Und nachdem ich anfangs Dies und Das probiert habe, bin ich mit dem jetzigen System sehr zufrieden. Das sind wirklich nur ein paar Minuten am Tag.
Die Geschichte der Hühnerhygiene ist nämlich eine Geschichte voller Missverständnisse....
Wichtigste Utensilien sind ein Eimer, ein alter Gartenhandschuh und eine Katzenstreu-Schaufel. Für hartnäckige Anhaftungen steht auch ein fester Spachtel zur Verfügung.
Wenn ich die Hühner morgens in ihr Revier entlassen und ihnen Futter gebracht habe, schnappe ich mir den Eimer und gehe damit ins Hühnerhaus. Denn in der Nacht verlieren die Hühnis schon mal das eine oder andere Klümpchen. Nicht zufällig ist das "Kotbrett" unterhalb der Schlafstangen angebracht. Das sieht morgens so aus: (empfindlichere Naturen sollten lieber morgen oder so weitergucken...)
Das ist mit der Katzenstreu-Schaufel schnell in den Eimer verfrachtet. Dauert keine Minute. Danach sieht es wieder recht manierlich aus.
Anschließend gehe ich noch eine Minute oder zwei durch das Revier und sammle mit dem Handschuh andere Hinterlassenschaften auf. Denn auch bei Hühnern ist es so, dass sie gerne nach dem Frühstück...
Bei der Gelegenheit kann ich auch sehen, ob sie und ihr Kot gesund sind. Dieser weißliche Belag ist übrigens normal und richtig. Das ist der "Pipi-Anteil" im Hühnerkot, den die Hühner nicht gelb und flüssig von sich geben, sondern weiß und als Auflage.
Unser früherer Tierarzt hatte, wenn wir mit einem Kater zur Untersuchung kamen, bei der Begrüßung immer den Standardspruch: "Frisst er, kackt er, isser lustig?"
Daran halte ich mich bis heute, um das Wohlbefinden unserer Tiere einzuschätzen. 😉
Nachtrag
Und ungefähr einmal im Monat ist Großreinemachen - so wie eben. Die Einstreu in den Nestern tausche ich ohnehin öfter mal, aber bei diesen Gelegenheiten wird es gründlicher. Dann wird nicht nur die gesamte Einstreu ausgewechselt, sondern auch das Kotbrett und andere Verunreinigungen werden abgewischt.
Natürlich geschieht das unter lebhafter Anteilnahme der 7 Bewohnerinnen, die gackernd um mich herumwuseln und das sehr aufregend finden. Sehr niedlich! 😊
So sieht das Hühnerhaus dann aus. Für den ungeübten Beobachter wahrscheinlich genauso wie morgens nach der Kurzreinigung. Aber die Hühner und ich wissen, dass jetzt alles wieder schön frisch ist.






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