Auf dem sitze ich immer mal, um mit den Hühnis zu plaudern oder um ihnen zuzusehen wie sie scharren und picken.
So auch heute wieder. Wie so oft, war auch heute Agathe immer nah an mir dran. Sie ist sonst zwar sehr zurückhaltend, aber oft in meiner Nähe. Wenn ich morgens den Stall ein bisschen säubere, ist sie immer dabei. Auf Abstand, aber dabei.
Und als ich heute auf dem Stuhl saß, hatte es zu meiner großen Überraschung den Anschein, als wollte sie auf meinen Schoß hoppsen. Ich hab gesagt: "Na los, nur Mut!" Da ist sie tatsächlich auf meine Beine geflattert und saß ganz stolz auf meinem Schoß.
Ein paar Minuten saß sie da, wechselte vom rechten auf das linke Bein und fühlte sich offenbar ganz wohl. Ich auch!
Dann ist sie wieder heruntergehoppst.
Ein paar Stunden später bin ich mit der Camera ins Revier und habe mich wieder auf den Stuhl gesetzt. Agathe kam an, ein leichtes Klopfen mit der Hand auf den Oberschenkel und "Na los, trau Dich!" und sie saß wieder da oben. Weil sie so nah an mir dran ist, kriegte die Camera sie nicht scharf hin, aber die Nähe ist doch ersichtlich.
Das finde ich unglaublich niedlich, dass ich jetzt auch ein Schoßhühnchen habe.
Meine schöne sanfte Agathe!
Und dann bin ich entzückt, wie sich mein Riekchen entwickelt. Mein kleines Suppenhühnchen kriegt so etwas wie ein Gefieder. Und wenn das so weiter geht, wird sie einmal ein ganz dunkles Hühnchen werden. Die winzigen Federn oben am Kopf sind ganz schwarz, und die Deckfedern, die sich jetzt zeigen, sind auch dunkelbraun. Ich bin gespannt, was noch aus meiner kleinen Papagena wird.
Und nochmal der Vergleich zur Anfangszeit vor knapp zwei Monaten. Ich freue mich, dass sie sich so gut entwickelt hat. Auch der Kamm ist kein bisschen blass mehr, sondern schön rot. Putzmunter war sie eh die ganze Zeit - und ja auch die Chefin der Hühnerschar.




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