Vor einer Woche entdeckte ich beim Abwischen der Schlafstange, dass da winzige Bluttröpfchen drauf waren. Spätabends bin ich noch einmal in den Stall gegangen, um sicher zu sein. Und ich konnte einige winzige Pünktchen auf den Stangen krabbeln sehen: Vogelmilben.
DAS Thema in allen Hühnerforen. Hier zum Glück erst ganz am Anfang und nur ganz wenige. Aber in jedem Fall gab es Handlungsbedarf bevor die sich weiter ausbreiten und die Hühner plagen.
Es gibt in den Hühnerforen tausend Tipps, was man tun kann, aber der Klassiker ist: Kieselgur.
Wikipedia sagt:
"Kieselgur (femininum, veraltet auch Kieselguhr) (auch
Bergmehl, Diatomeenerde, Diatomeenpelit, Diatomit, Infusorienerde, Kieselmehl,
Novaculit, Tripel, Tripolit, Celit) ist eine weißliche, pulverförmige Substanz,
die hauptsächlich aus den Schalen fossiler Kieselalgen (Diatomeen) besteht."
Kieselgur hatte ich mit der ersten Hühnerausrüstung schon für alle Fälle gekauft.
Der mikrofeine Staub sorgt dafür, dass die Milben auf dem Weg zu den Hühnerm austrocken. Nicht schön, aber wenn man das nicht tut, saugen die Milben die Hühner nachts aus und schwächen sie massiv. Das kann bei massivem Befall für die Hühner sogar tödlich sein, daher muss man etwas tun.
Zuerst mussten die Hühnis umquartiert werden. Sie bekamen einen Korridor in den hinteren Teil des Gartens, den sie wegen seines Käfer- und Würmerreichtums lieben:
Dann habe ich ihren Stall blank geputzt und mich anschließend in Darth Mader verwandelt. Kieselgur ist ein ganz feiner Staub und wohl wirklich unangenehm, wenn man ihn auf die Haut oder gar in die Augen bekommt. Dann schon lieber wie eine Astronautin durch den Garten turnen.
Mit diesem Zerstäuber habe ich den Hühnerstall eingenebelt. Das ging ratzfatz.
Viel besser als ich erwartet hatte.
Nachdem sich der dichte Nebel im Stall gelichtet hatte, lag überall eine feine Staubschicht.
Vor allem in den Ecken und Ritzen, wo sich die Milben tagsüber bevorzugt aufhalten, muss Kieselgur versprüht werden.
Anschließend schöne neue Streu in den Stall. Die Hühnis sollten jetzt erstmal Ruhe vor den Plagegeistern haben. Ich bin jedenfalls froh, dass diese Art der Schädlingsbekämpfung relativ unkompliziert und vor allem auch ungiftig ist.










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