Am Montag Morgen fiel mir dann auf, dass ihr Kropf viel zu groß und eher fest ist. Das kam mir sehr komisch vor. Normalerweise ist der Kropf morgens leer und weich.
Ich tippte daher auf Kropfverstopfung, eine gefährliche und im Zweifel lebensbedrohliche Erkrankung bei Hühnern.
Hühner picken das Futter zunächst in den Kropf, von wo es dann nach und nach in den Magen befördert wird. Darum haben Hühner, was man unter den Federn meist nicht sehen kann, eine dicke Kugel vorn am Hals, wenn sie gefressen haben. Das sieht manchmal aus, als hätten sie einen Golfball verschluckt.
Ein erster Tierarztbesuch brachte noch keine richtige Verbesserung. Er wollte den Kropf nicht ausräumen, tippte auf eine Infektion.
Dienstag Morgen ging es ihr immer noch schlecht, und der Kropf war weiterhin groß und noch fester. Das musste sich ändern.
Also hat die Tierärztin, Kollegin des Arztes vom Vortag, beim Kontrollbesuch erst versucht, den Kropf zu lockern und zu massieren. Sie hat Riekchen dazu da behalten. Wenn das Ausmassieren erfolglos bleiben würde, wollte sie den Kropf aufschneiden und ausräumen. Das ist das übliche Verfahren, eine kleine OP, wenn sich der Kropfinhalt nicht lösen lässt.
So ist es dann gekommen. Riekchen wurde nachmittags operiert. Nachdem sie wieder wach war, konnten wir sie abholen. Sie war schon wieder halbwegs munter, und stand im Korb.
Ich war heilfroh, sie so zu sehen, denn so ein zartes Hühnchen ist bei einer kleinen Narkose schon gefährdet.
Zu Hause hat sie dann gleich wieder glitschige Schonkost gefuttert. Auch der Hinterausgang war noch intakt. Das ließ hoffen.
Heute Morgen stand sie wieder aufrecht im Korb. Da gab es dann auch nach dem Schonkost-Frühstück eine Wanne mit Gras und Sand zum Picken und Scharren.
Weil es ihr drinnen zu langweilig werden würde, und das Wetter heute recht schön war, konnte sie mittags wieder nach draußen, aber in den eigenen "Reha-Bereich", noch nicht zu den anderen und deren Futtertrog.
Das sah dann etwas traurig aus, wie sie auf der einen Seite des Zauns stand und die anderen versammelt auf der anderen Seite. Also durfte Agathe zu ihr kommen. Die beiden waren dann ein echtes Dreamteam. Riekchen hat immer da geguckt, wo Agathe guckte und gescharrt, wo Agathe scharrte. Die Große, Sanfte tat ihr gut.
Jetzt hoffe ich, dass es mit Riekchen, die nachts noch in der Quarantäne-Station schlafen muss, weiter aufwärts geht. Sie ist noch nicht über den Berg, schläft oft ein und ist ein bisschen drömelig, aber ich hoffe, dass sich das bald gibt.







die Chefin und Agathe, wie schön, dass sie sich so gut verstehen. Alle verfügbaren Daumen sind gedrückt, dass Riekchen wieder gesund wird und noch länger in Hühnerparadies leben kann.
AntwortenLöschenJa, das finde ich auch wunderbar. Agathe wird doch sonst von den anderen etwas gepiesackt. Aber mit Riekchen geht das ganz harmonisch. *seufz* Meine beiden Schätze!
LöschenRiekchen, werde wieder gesund.
AntwortenLöschenDas hoffe ich auch!!
Löschenweiterhin gute Besserung und schnelle Genesung!
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