Mittwoch, 4. September 2019

Die kleine Seniorinnen-Gruppe

Riekchen hält sich wacker, futtert wie ein kleiner Scheunendrescher, schwächelt aber immer noch. Wir wissen ja, dass sie nicht wieder ganz gesund werden kann.
Und auch Carölchen, von der ich schon seit einem Besuch in der Tierklinik Anfang Juli weiß, dass sie nicht mehr viel Lebenszeit hat, wird nun doch deutlich langsamer.
Wir mussten uns in den letzten Wochen langsam und mühsam daran gewöhnen, dass der Abschied von den letzten Hühnern unserer 1. Generation näher rückt. Ein Abschied, der umso schwerer wird als Riekchen und Carölchen mit ihrer witzigen und liebenswerten Art uns besonders am Herzen liegen.
Nur Agathe hält dann noch die Stellung der 1. Generation. Aber ich glaube, sie hat in ihrem ganzen Leben nie ein Ei gelegt und deshalb eine viel stabilere Gesundheit als die anderen Hühner. Agathe war immer schon kräftig und schwer und hat ein wunderschön dichtes Gefieder. Immerhin sie bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten.

Riekchen und Carölchen bilden jetzt eine kleine Seniorinnen-Gruppe in unserem Garten. Riekchen wird inzwischen nicht mehr als Chefin akzeptiert und von den anderen massiv angegriffen, wenn sie ins Revier kommt. Darum müssen wir sie separieren, weil sie nicht die Kraft hat sich gegen die Angriffe zu wehren. (Hühner sind mit Kranken leider alles andere als zimperlich...)
Weil Carölchen ohnehin immer schon am liebsten durch unseren Garten marodierte und auch lieb zu Riekchen ist, bilden die beiden jetzt tagsüber die kleine Seniorinnen-Gruppe im Garten. Abends geht Carölchen in den Stall ins Hühnerrevier. Sie wird sofort integriert und gehört noch zur Gruppe.
Riekchen schläft stattdessen drinnen im Welpenstall.
Als wir die Hühner damals bekamen, haben wir noch nicht an ihr Altwerden gedacht. Jetzt erleben wir, wie es ist, wenn Hühner alt und pflegebedürftig werden.
Auch das hat seine Zeit.

Carölchen (links) und Riekchen (rechts) bei uns im Garten.


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