Sonntag, 3. September 2017

Hühner-Po-litik und allgemeine Zuwachsraten

Unsere liebe Agathe hat einen ganz bezaubernden Hühner-Popo. Puschelig und dicht, wie er sein sollte, wenn man für den kalten Winter gerüstet sein will. Aber sie ist natürlich auch insgesamt ein wunderschönes Huhn - falls ich das noch nicht erwähnt hatte...

Hier ein Blick auf die zauberhaft-puschelige Rückseite.




Und hier auf das hübsche Gesamt-Ensemble. Gut gerüstet für kalte Tage.


An so einem "Winterfell" arbeitet Riekchen noch. Die Süße war ja komplett kahl, und dafür sieht sie jetzt schon toll aus:


Nur ihr Popo war bis vor ein paar Tagen noch fast völlig blank. So ähnlich wie bei Gitte, die sonst schon sehr schön befiedert ist, aber am Popo noch eine kahle Stelle hat. Da hoffe ich sehr, dass da auch bald ein Wachstumsschub einsetzt.

Gitte:


Vor ein paar Tagen sah ich bei Riekchen am rosa Po lauter weiße, flauschige Punkte. 
Sie sah dahinten plötzlich ein bisschen wie ein Fliegenpilz aus.


Seitdem geht die Entwicklung rasant voran. Ein paar Tage später hat sie schon richtig viele kleine Flaumfedern am Po.


Und auch ihre kahle Stelle auf dem Kopf wächst langsam zu. Die weißen Flecken sind die winzigen Federkiele, aus denen die Federchen sprießen.


Wenn das Riekchen so weiter macht, ist sie bis zum Winter richtig gut und rundum befiedert. Darüber freue ich mich sehr!

Ich werde natürlich weiterhin über die Zuwachsrate bei den Hühnis berichten. 




Sonntag, 27. August 2017

3 Monate mit unseren Hühnis / Vorher - Nachher

Vor ziemlich genau 3 Monaten sind die Hühnis bei uns eingezogen. Fast alle haben sich in diesen Monaten ziemlich verändert. Und das kann man auch sehen.

Ende Mai sahen sie so aus:



Und heute so:



Der direkte Vergleich:

Agathe und Berta haben sich am wenigsten verändert. Sie waren Ende Mai schon gut befiedert. Agathe war gleich ein wunderschönes Huhn, und sie ist das immer noch. Nur der Kamm ist nicht mehr so blass, und der Popo etwas puscheliger.

Ende Mai:


Und jetzt:


Berta 
Ende Mai, noch sehr blass und müde:


Und Berta heute:


Carola, Ende Mai:


Und Carola heute:
Sie ist sehr süß, unternehmungslustig, aber auch ein bisschen verpeilt.
Sie bricht gerne mal aus, findet aber, im Gegensatz zu Agathe und Berta, nie den Weg zurück. Ich muss sie immer nach Hause holen.


Dorchen Ende Mai:


Und Dorchen jetzt:


Emmi Ende Mai, ganz kahl und blass, eines meiner beiden Suppenhühnchen.



Emmi jetzt, fast zugewachsen und ein ganz stolzes Huhn:



Mein süßes Riekchen Ende Mai, immer schon stolz und aufgerichtet -
und von Anfang an die Chefin der Hühnerschar.



Mein süßes Riekchen heute:



Und Gittchen, meine kleine Diva, fast unverändert schön:

Ende Mai:


Und heute:


Sie sind allesamt echte Schätze und mir sehr ans Herz gewachsen. 💓

Samstag, 26. August 2017

Familienausflug am Nachmittag

Die Hühnis lieben den hinteren Teil unseres Gartens wegen der schönen Käfer und Würmer, die man da aufspüren kann.
Darum haben wir mit einem Mobilzaun einen Korridor an der Hecke entlang gebaut, der in den hinteren Teil führt. So richten sie in den Blumenbeeten keinen Schaden an, haben aber Spaß auf diesem Teil unseres Grundstücks.
Es ist unheimlich niedlich, wie sich die kleine Karawane, wenn ich das Tor geöffnet habe, langsam durch den Heckenkorridor zum hinteren Teil knuspert, da ein Stündchen bleibt, und dann auch wieder im Gänsemarsch ganz allein zu ihrem Revier zurückkehrt.
Ganz am Anfang des Videos ist übrigens Riekchen zu sehen, der es wieder ganz gut geht! 😊


Darth Mader oder auch: Ich bin Eure Ungeziefervernichterin

Heute mal wieder etwas Sachliches:
Vor einer Woche entdeckte ich beim Abwischen der Schlafstange, dass da winzige Bluttröpfchen drauf waren. Spätabends bin ich noch einmal in den Stall gegangen, um sicher zu sein. Und ich konnte einige winzige Pünktchen auf den Stangen krabbeln sehen: Vogelmilben.
DAS Thema in allen Hühnerforen. Hier zum Glück erst ganz am Anfang und nur ganz wenige. Aber in jedem Fall gab es Handlungsbedarf bevor die sich weiter ausbreiten und die Hühner plagen.

Es gibt in den Hühnerforen tausend Tipps, was man tun kann, aber der Klassiker ist: Kieselgur.

Wikipedia sagt:
"Kieselgur (femininum, veraltet auch Kieselguhr) (auch Bergmehl, Diatomeenerde, Diatomeenpelit, Diatomit, Infusorienerde, Kieselmehl, Novaculit, Tripel, Tripolit, Celit) ist eine weißliche, pulverförmige Substanz, die hauptsächlich aus den Schalen fossiler Kieselalgen (Diatomeen) besteht."

Kieselgur hatte ich mit der ersten Hühnerausrüstung schon für alle Fälle gekauft.




Der mikrofeine Staub sorgt dafür, dass die Milben auf dem Weg zu den Hühnerm austrocken. Nicht schön, aber wenn man das nicht tut, saugen die Milben die Hühner nachts aus und schwächen sie massiv. Das kann bei massivem Befall für die Hühner sogar tödlich sein, daher muss man etwas tun.


Zuerst mussten die Hühnis umquartiert werden. Sie bekamen einen Korridor in den hinteren Teil des Gartens, den sie wegen seines Käfer- und Würmerreichtums lieben:


Dann habe ich ihren Stall blank geputzt und mich anschließend in Darth Mader verwandelt. Kieselgur ist ein ganz feiner Staub und wohl wirklich unangenehm, wenn man ihn auf die Haut oder gar in die Augen bekommt. Dann schon lieber wie eine Astronautin durch den Garten turnen.


Mit diesem Zerstäuber habe ich den Hühnerstall eingenebelt. Das ging ratzfatz. 
Viel besser als ich erwartet hatte.


Nachdem sich der dichte Nebel im Stall gelichtet hatte, lag überall eine feine Staubschicht.




Vor allem in den Ecken und Ritzen, wo sich die Milben tagsüber bevorzugt aufhalten, muss Kieselgur versprüht werden.


Anschließend schöne neue Streu in den Stall. Die Hühnis sollten jetzt erstmal Ruhe vor den Plagegeistern haben. Ich bin jedenfalls froh, dass diese Art der Schädlingsbekämpfung relativ unkompliziert  und vor allem auch ungiftig ist. 




Dienstag, 22. August 2017

Wie es Riekchen geht

In den letzten Tagen hatten mich die Arbeit und ein kranker Kater im Griff. Das Wochenende haben wir mit ihm in der Tierklinik und beim Notdienst verbracht. Und um ihn gebibbert...
Momo hatte sich eine schwere Infektion eingefangen. Das ist er hier:


Jetzt hat er das Schlimmste überstanden und ist auf dem Weg der Besserung. Wenn nichts dazwischen kommt, kann ich am Wochenende eine weitere Hühnerfolge schreiben. Ich weiß auch schon was.... 😄

Nur soviel heute: Riekchen geht es wieder ganz gut! Ich freue mich total darüber, dass sie sich so gut erholt hat. Sie ist sicher nach wie vor ein anfälliges und sehr zartes Huhn, aber im Moment ist sie wieder stabil. Sei frisst ordentlich, und was hinten herauskommt, ist auch vorschriftsmäßig. Fröhlich ist sie auch wieder.

Hier ist sie gestern auf einem "Freigang" durch den hinteren wilden Garten mit Carola.
Einmal Riekchen auf der rechten Seite vorne.


Und einmal Riekchen auf der linken Seite.


Im Moment ist alles gut! 💓



Montag, 14. August 2017

Schäferkatzen

Unsere drei Katzen lieben es, sich in der Nähe der Hühner aufzuhalten. Gestern war Sally dran. Heute hat Kira Schäferdienst. 😊


Sonntag, 13. August 2017

Riekchen und Agathe on tour

Agathe und Riekchen haben gestern am späten Nachmittag die Gunst einer regenfreien Stunde für einen Spaziergang genutzt. Agathe ist einfach eine zauberhafte Begleitung für ein Hühnchen auf dem Wege der Besserung. Und sie hat den hübschesten Puschelpo.



Samstag, 12. August 2017

Haushuhn

Heute ist es regnerisch und kalt. Zu kalt für ein krankes Hühnchen. Wir haben sogar den Kaminofen im Wohnzimmer angeworfen, damit es gemütlich warm wird.
Und weil es oben im Dachzimmer den ganzen Tag auch zu einsam ist, haben wir Riekchen mit dem Welpenstall ins warme Wohnzimmer geholt.
Das fand sie sichtlich gemütlich. Angst hatte sie kein bisschen. Sie hat gleich gefressen und getrunken, in der Kiste gepickt und sich die Gegend angesehen. Jetzt hat sie sich eingemummelt und schläft. Nett, so ein Haushuhn!



Schluckimpfung

Alle drei Monate werden die Hühner gegen die Newcastle-Krankheit und gegen Infektiöse Bronchitis geimpft. Der Impfstoff, der über das Trinkwasser gegeben werden kann, ist nur in riesigen Gebinden für mehrere tausend Hühner zu haben. Und weil er nach Anbruch innerhalb von Stunden seine Wirksamkeit verliert, gibt die Tierärztin ihn an einem Stichtag an alle Hühnerhalter ab. Das war heute Morgen. Im Glas der Impfstoff, der dann über die Trinknäpfe an die Hühner verteilt wird.



Reha mit der Krankenschwester

Die liebe Agathe ist eine wunderbare Krankenschwester für das kleine Riekchen. Ihre Sanftheit tut dem kranken Huhn gut. Langsam geht es ihr ein bisschen besser.

Gestern war ein Regentag. Da konnte Riekchen nur abends ein bisschen mit Agathe nach draußen.
Aber vorgestern Abend hatten sie es gemütlicher. Daher sind die unteren drei Fotos.


Manchmal macht Riekchen allein ein Schläfchen.


Und manchmal liegen sie und Agathe zusammen und ruhen aus.


Die abgesteckte "Reha-Zone" geht auch vor unserer Ligusterhecke entlang. Da ist nämlich weicher Boden, und es lohnt sich, dort nach Würmern zu scharren. Agathe ist dann in ihrem Element. Und das Riekchen läuft immer mal mit.
Auf der anderen Seite des Mobilzauns haben sie interessierte Gesellschaft.

Hier Kutya und Kater Sally.


Hier Kutya und Kater Momo. 


Mein kleines Paradies. 💗


Mittwoch, 9. August 2017

Krankheit - Quarantäne - OP - Reha...

Unser Riekchen hat es wieder erwischt. Sie wurde am Sonntag krank. Sie stand traurig im Gehege, fraß fast nichts und zog sich dann schon tagsüber still in das Hühnerhaus zurück. Als sich das gegen Abend noch nicht änderte, habe ich sie in die kleine Quarantäne-Station geholt: Ein Laufstall für Welpen, den ich vor einiger Zeit besorgt hatte. Da war sie sicher, und ich konnte gucken, was mit ihr ist.


Am Montag Morgen fiel mir dann auf, dass ihr Kropf viel zu groß und eher fest ist. Das kam mir sehr komisch vor. Normalerweise ist der Kropf morgens leer und weich. 
Ich tippte daher auf Kropfverstopfung, eine gefährliche und im Zweifel lebensbedrohliche Erkrankung bei Hühnern.
Hühner picken das Futter zunächst in den Kropf, von wo es dann nach und nach in den Magen befördert wird. Darum haben Hühner, was man unter den Federn meist nicht sehen kann, eine dicke Kugel vorn am Hals, wenn sie gefressen haben. Das sieht manchmal aus, als hätten sie einen Golfball verschluckt.


Ein erster Tierarztbesuch brachte noch keine richtige Verbesserung. Er wollte den Kropf nicht ausräumen, tippte auf eine Infektion.
Dienstag Morgen ging es ihr immer noch schlecht, und der Kropf war weiterhin groß und noch fester. Das musste sich ändern. 

Also hat die Tierärztin, Kollegin des Arztes vom Vortag, beim Kontrollbesuch erst versucht, den Kropf zu lockern und zu massieren. Sie hat Riekchen dazu da behalten. Wenn das Ausmassieren erfolglos bleiben würde, wollte sie den Kropf aufschneiden und ausräumen. Das ist das übliche Verfahren, eine kleine OP, wenn sich der Kropfinhalt nicht lösen lässt.
So ist es dann gekommen. Riekchen wurde nachmittags operiert. Nachdem sie wieder wach war, konnten wir sie abholen. Sie war schon wieder halbwegs munter, und stand im Korb. 
Ich war heilfroh, sie so zu sehen, denn so ein zartes Hühnchen ist bei einer kleinen Narkose schon gefährdet.

Zu Hause hat sie dann gleich wieder glitschige Schonkost gefuttert. Auch der Hinterausgang war noch intakt. Das ließ hoffen.


Heute Morgen stand sie wieder aufrecht im Korb. Da gab es dann auch nach dem Schonkost-Frühstück eine Wanne mit Gras und Sand zum Picken und Scharren.


Weil es ihr drinnen zu langweilig werden würde, und das Wetter heute recht schön war, konnte sie mittags wieder nach draußen, aber in den eigenen "Reha-Bereich", noch nicht zu den anderen und deren Futtertrog.


Das sah dann etwas traurig aus, wie sie auf der einen Seite des Zauns stand und die anderen versammelt auf der anderen Seite. Also durfte Agathe zu ihr kommen. Die beiden waren dann ein echtes Dreamteam. Riekchen hat immer da geguckt, wo Agathe guckte und gescharrt, wo Agathe scharrte. Die Große, Sanfte tat ihr gut.



Jetzt hoffe ich, dass es mit Riekchen, die nachts noch in der Quarantäne-Station schlafen muss, weiter aufwärts geht. Sie ist noch nicht über den Berg, schläft oft ein und ist ein bisschen drömelig, aber ich hoffe, dass sich das bald gibt.