Übermorgen endet endlich die Stallpflicht! (Hoffentlich kommt nichts mehr dazwischen!)
Dann kann Ypsi auch endlich mit den anderen vergesellschaftet werden. Damit haben wir heute schon ein bisschen begonnen. Wir haben unsere alte Agathe zu ihr ins Revier gesetzt. Das hat für Hühnerverhältnisse ziemlich gut geklappt. Kaum Gezicke von Agathe. Nun ist sie aber auch die souveränste von den Hühnern. Die anderen werden die Neue mehr angiften.
Aber ein Anfang ist gemacht, und das hat gut geklappt.
Wir hoffen immer noch sehr, dass es bei dem angekündigten Ende der Stallpflicht, Mitte April, bleibt. Uns tun die Hühner wirklich leid, die jetzt schon monatelang in der kleinen Voliere sind. Hoffentlich ist damit bald Schluss!
Auf besonderen Wunsch kommen hier noch einmal einige Fotos von heute, in denen auch die Füße der Hühner zu sehen sind.
Das hier ist übrigens unser vormals kahles Paulinchen, das sich in den letzten beiden Monaten durch den Hormonchip zu einem prächtigen, dunkel gescheckten Huhn entwickelt hat.
Die Stallpflicht nervt. Schon seit 4 Monaten sitzen unsere Hühner in der kleinen Voliere. Leider hat eine kräftige Windboe den zweiten Pavillon zerstört, der ihnen als zusätzlicher Auslauf diente. Sie nehmen es trotzdem noch sehr tapfer und gelassen, aber ich wünschte, sie könnten bald mal wieder unterm Rhododendron scharren. Hoffentlich bleibt es bei Mitte April als Ende der Stallpflicht!!
Paulinchen lebt seit Juli 2019 bei uns. Obwohl sie ein recht schönes Gefieder bekommen hat, prangte auf ihrem Kopf immer noch eine kleine Glatze. Da zeigten sich keine Federn. So sah sie im Januar 2021 aus.
Außerdem veränderten sich ihre Eier in letzter Zeit. sie wurden dünnschalig, länglich (das ist öfter bei älteren Hühnern), aber auch manchmal mit blutigen Tupfen. Ihr Legedarm schien überstrapaziert und vielleicht etwas entzündet zu sein. Das untere ist so ein dünnschaliges, längliches Ei von ihr.
Wir haben uns dann entschlossen, ihre einen Hormonchip setzen zu lassen. Das bedeutet, dass sie für mindestens 3 Monate kein Ei legen wird, und sich ihr Legedarm erholen kann.
Außerdem vermuteten wir, dass sich ihr Gefieder in der Zeit komplett regenerieren würde. Und siehe da: Vier Wochen nach dem Chippen ist ihr ganzer Kopf voller kommender kleiner Federn. Die Federansätze wachsen in kleinen weißen Federkielen, darum sieht das so putzig aus.
Paulinchen ist gut drauf und erholt sich sichtlich. Das freut uns!!
Die eisige Kälte ist innerhalb weniger Tage in frühlingshafte Wärme umgeschlagen. Die Hühner genießen die Sonne - und den wieder eröffneten Extra-Pavillon, der ihren Bewegungsraum in der Stallpflicht fast verdoppelt. Wir freuen uns, dass es ihnen trotz der Einschränkungen gut geht.
(Ul)Riekchen und Tabby sind richtige Freundinnen. Von Anfang an sind die beiden ständig als Duo unterwegs. Auch nachts kuscheln sie immer zusammen, entweder auf einer Sitzstange oder in einem Legenest. Wo die eine ist, ist die andere nie weit. Absolut rührend! 💓
Schneegestöber und eisiger Sturm sorgen dafür, dass unsere Hühner keinen Schnabel aus der Tür stecken. Sie könnten nach draußen, aber sie verbringen den Tag im geschützten Stall.
Ypsi hat draußen keinen Stall, sondern nur einen Unterstand. Sie muss das Schneegestöber drinnen abwarten. Wir haben ihr einen Welpenstall ins Wohnzimmer gestellt, damit sie tagsüber nicht allein ist. Ypsi ist ein sehr geselliges Huhn.
Und unsere gefiederten Gäste draußen haben keinen warmen Unterstand, aber immerhin werden sie gut bewirtet.
Unserem jüngsten Huhn, Ypsi, geht es richtig gut. Trotz ihrer Gehbehinderung, mit der sie immer besser zurechtkommt, ist sie munter unterwegs. Sie ist auch ein sehr zutrauliches und plauderiges Huhn, mit dem man sich immer gut unterhalten kann. Ypsi, unsere Süße! 💓
Der zwitschernde Sound im Hintergrund ist übrigens die zahlreiche Spatzenschar in unserer Hecke.
In letzter Zeit wurde zusehends offensichtlich, dass mit unseren vier "Hühnern vom Penny-Markt", die Anfang November bei uns eingezogen waren, etwas grundsätzlich nicht stimmte. Drei von ihnen waren sehr still, standen nur herum und entwickelten sich kaum weiter. Auch ihre Kämme blieben winzig und recht blass. Nur die vierte, Ylva, die jetzt Ypsi heißt, war mobil und machte immer mehr den Eindruck der Entwicklung eines normalen Huhns.
Schließlich sind wir der Sache - mit Hilfe von Steffi und Julia von Rettet-das-Huhn, auf den Grund gegangen, und es zeigte sich, dass Xenia, Wilma und Vivi eine Entwicklungsverzögerung haben, die ihnen auf Dauer das Leben mit unseren anderen Hühnern unmöglich macht. Sie sind zu schwach und würden von den "Alten" heftig gepiesackt werden. Hühner sind da gnadenlos. Und da die Drei schlecht laufen können, könnten sie auch nicht fliehen.
Inzwischen gibt es eine Reihe von Junghühnern, die vor dem Einstallen aussortiert werden, die diese Verzögerung aufweisen. Die Tierärztliche Hochschule Hannover hat herausgefunden, dass diese Tiere als Küken eine Enterokokken-Infektion durchlaufen haben, die sie nachhaltig geschädigt hat. Wie sehr sie sich noch entwickeln können, ist offen. Aber dass sie im Zusammenleben mit gesunden Hühnern keine Chance haben, ist klar.
Nun wird Saskia aus Hessen eine Gruppe von diesen "Kükis" zusammenstellen, die bei ihr einen eigenen Stall und ein eigenes Revier haben werden. Und so sind Vivi, Xenia und Wilma gestern nach Hessen umgezogen. Eine Reihe von Hühnern sind in einer Fahrkette von Hamburg bis Hessen gefahren. Thomas ist von uns aus bis Göttingen gefahren. Am Rasthof Allertal hat er zu unseren noch vier Körbe aus Hamburg übernommen, dann noch drei Körbe in Hannover. In Göttingen hat Saskia dann die Hühner übernommen. 7 davon kommen jetzt in die neue "Küki"-Gruppe, dazu hat sie noch einen Pflegefall bekommen. Die anderen Pfleglinge sind zu Irene gezogen, die sich in Kassel an der Autobahn mit Saskia getroffen hat, um ihre Hühner zu übernehmen.
Thomas sagt, ich soll hier unbedingt erwähnen, wie gut diese organisierte Fahrkette von Rettet-das-Huhn geklappt hat. Alle Fahrenden waren pünktlich mit den Hühnern an den vereinbarten Übergabepunkten. Alles ging absolut reibungslos und freundlich über die Bühne. Und alle Hühner sind wohlbehalten in ihrem neuen Zuhause angekommen.
Mir ist die Trennung von Vivi, Xenia und Wilma sehr schwer gefallen, aber ich musste einsehen, dass wir nicht die Möglichkeit haben, ihnen hier ein eigenes Hühnerhaus und ein eigenes Revier einzurichten.
Und Ypsi, die jetzt hier allein ist, kommt überraschend gut klar. Sie hat nun ein kleines Tages-Revier neben der Voliere mit den anderen, und da geht es ihr recht gut. (Nachts schläft sie weiterhin im Welpenstall in einem Dachzimmer im Haus.) Sie ist jedenfalls ganz munter und mobil.
(Nach dem "Dreharbeiten" wird das Revier von Ypsi übrigens immer wieder Stallpflichtgerecht mit einer transparenten Plane abgedeckt. Nur zum kurzen Filmen ist das so offen.)