Sonntag, 29. November 2020

1. Advent - mit Stallpflicht

 Allen Hühnern geht es aktuell gut. Wenn man mal davon absieht, dass unsere jüngsten Pflegis sich noch entwickeln müssen. 

Aber die "Alten" im Stall sind alle munter, auch wenn sie den 1. Advent in der Voliere verbringen müssen.




Sonntag, 22. November 2020

Stallpflicht-Impressionen

Im Augenblick kommen unsere Hühner mit der Stallpflicht noch sehr gut zurecht. Sie sind jedenfalls ganz entspannt, auch wenn sie nicht einsehen, warum sie nicht mit uns durch die Volierentür hinaus gehen können.
In dieser Woche war es die ganze Zeit so windig bis stürmisch, dass wir den Pavillon erstmal wieder abdecken mussten. Der wäre sonst vielleicht davon geflogen. Sobald sich der Wind beruhigt, erweitern wir dann wieder.
Aber wir haben unseren "Alten" einen kleinen Abenteuerspielplatz gebaut. Die dicken Äste gefallen ihnen, und vor allem Tabby und Ulrike hängen den ganzen Tag irgendwo oben herum.


Unsere vier Neuzugänge sind tagsüber in "Hildesheim" (dem kleinen Extrastall bei uns im Garten, den wir mal für die kranke Hilde besorgt hatten.)

Sie sind tatsächlich "Pflegis", ganz anders als gesunde Hühner. Sie sind sehr still, bewegen sich wenig, und brauchen offenbar viel Zeit, um sich wie normal-gesunde Hühner zu entwickeln. Aber wir hoffen, dass sie das alle schaffen. Von uns aus kriegen sie so viel Zeit wie sie benötigen.



Sonntag, 15. November 2020

Lockdown - Es herrscht Stallpflicht

Seit zwei Tagen herrscht bei uns Stallpflicht, weil die Vogelgrippe in Norddeutschland ausgebrochen ist.

Das  bedeutet, dass die Hühner nicht mehr im offenen Gelände laufen dürfen, sondern nur noch in Räumen, die nach oben geschlossen sind und zu den Seiten so abgedichtet, dass es keinen Kontakt zu Wildvögeln geben kann.

Wir haben ja zum Glück schon die Voliere am Stall, in die sie gehen können. Und dazu haben wir noch einen Pavillon an die Voliere angebaut, so dass sie etwas mehr Platz haben. 

Mindestens bis Ende Januar 2021 ist jetzt Stallpflicht. Eine lange Zeit, aber wir versuchen, es den Hühnern so erträglich wie möglich zu machen.

 



Sonntag, 8. November 2020

Vier Hühner vom Penny-Markt

In Schleswig-Holstein sind wieder junge Hühner vor der Einstallung aussortiert worden, weil sie zu schwach oder verletzt waren. "Normalerweise" würden sie sofort getötet, aber dieser Bauer gibt die schwachen Tiere an "Rettet-das-Huhn" ab.

11 davon sind heute mit einer Transportkette Richtung Hannover gefahren. Ich habe sie in Hamburg übernommen. Vier sind bei uns eingezogen: Vivi, Wilma, Xenia und Ylva.

Alle sind unterschiedlich leicht gehbehindert, aber sehr niedlich. Wir freuen uns, dass sie zu uns kommen und hoffen, dass sie im Laufe der Zeit kräftiger werden und besser laufen können.



Sonntag, 25. Oktober 2020

Zeitumstellung - Die Gartensaison der Hühner beginnt

 Wenn es kalt wird, und im Garten kaum noch etwas blüht, beginnt für unsere Hühner die Gartensaison. Im Winterhalbjahr dürfen sie immer gegen Abend noch eine Stunde da herumtoben. Das finden sie äußerst spannend. 

Aus Queenie und Olivia, die im Frühling operiert wurden, weil sie so krank waren, sind dicke und muntere Hühner geworden. Auch Sophie, der wir vor zwei Monaten einen Hormonchip setzen ließen, hat seitdem ein richtig tolles Gefieder bekommen. Der Hormonchip verhindert die Eiproduktion, er wirkt nur zwei oder drei Monate, danach legt sie wieder ganz normal Eier. Aber in der Zeit kann sich der kleine Körper von dem Dauerlegestress erholen und ein "normal befiedertes Huhn" werden.

Ulrikchen, die keinen Schwanz hat, ist übrigens keineswegs behindert. Sie ist so geboren und putzmunter. Wenn man sich daran gewöhnt hat, dass sie schwanzlos ist, ist es sogar richtig niedlich. Wie ein kleiner Emu. Es gibt übrigens auch schwanzlose Hühnerrassen, z.B. Araucana-Hühner.
Ulrikchen, die gerne im Galopp unterwegs ist und dazu sehr anhänglich, ist uns jedenfalls besonders ans Herz gewachsen.





Freitag, 23. Oktober 2020

Mariechen hat es nicht geschafft

Unser Mariechen hat es leider nicht geschafft.
Nachdem es lange sehr gut aussah, und sie auch wieder auf den Beinen war, gab es vor zwei Tagen plötzlich einen Einbruch. Sie wurde schwächer, mochte nicht mehr richtig fressen, und wir konnten auch sehen, dass es ihr nicht gut ging.
Das wurde gestern so schlimm, dass wir sie gehen lassen mussten.
Ich bin sehr traurig, weil sie auf so einem guten Weg war und ich hoffte, dass sie noch ein paar schöne Monate haben würde. Nun ist es anders gekommen.

Mariechen gestern:

Und so war sie, als sie in ihrer ersten Zeit bei uns, Anfang 2019, noch immer wild herumraste.

Dafür, dass diese armen Hühner noch Monate oder sogar ein/zwei Jahre so herumrennen können, lohnt es sich. Auch wenn wir viel zu oft Abschied nehmen müssen. 


Adieu, kleines Mariechen!


Samstag, 17. Oktober 2020

Mariechen - Schrittchen für Schrittchen zurück ins Hühnerleben

 Mariechen übt fleißig im "Reha-Zentrum" das Laufen. Schritt für Schritt arbeitet sie sich zurück ins Hühnerleben. Wir freuen uns riesig, wenn wir ihre Fortschritte sehen. 


 


Mittwoch, 14. Oktober 2020

Mariechens Aufstand!

Fast auf den Tag genau nach zwei Monaten ist Mariechen heute zum ersten Mal wieder aufgestanden. Wir freuen uns wie wild, dass sie ihre Lähmung tatsächlich überwindet. So ein schöner Tag!



Sonntag, 4. Oktober 2020

Herbst im Hühnerrevier - Mauserzeit - Die Federn fallen

Unsere Hühner mausern zur Zeit. Sie sehen zerrupft aus, und in Stall und Revier fliegen die Federn. In ein paar Wochen ist das Gefieder dann bei allen wieder schön und komplett.

 





Samstag, 3. Oktober 2020

Mariechen im Rotlichtmilieu

 Mariechen kann leider noch nicht wieder laufen. Aber sie ist nach wie vor munter, frisst und trinkt mit Vergnügen, so dass wir optimistisch sind, dass sie bald wieder auf die Beine kommt. Es gab Hühner, die erst nach drei Monaten wieder losgelaufen sind. Da haben wir noch viel Zeit zum Hoffen.

Heute hatte sie sich aus Versehen beim Herumräkeln in ihren Wassernapf gelegt und eine nasse Brust bekommen. Die habe ich ihr drinnen getrocknet und ihr ein bisschen Rotlicht spendiert. Das mochte sie offenbar sehr gerne.

Nach dem Rotlicht, dem Futter, dem Wasser, dem Putzen und dem Nickerchen ist sie jetzt wieder bei den anderen im Hühnerrevier.



Sonntag, 6. September 2020

Im Hühnerhospiz

Wir haben schwierige Wochen auf unserem Hühnerhof hinter uns.
Mariechen ist zur Zeit ein Pflegefall. Sie ist an einem Virus erkrankt, blind und gelähmt.
Die Lähmung wird vorbei gehen, wenn sie die nächsten Wochen übersteht. Im Augenblick ist sie aber trotz allem so munter, dass wir vorsichtig optimistisch sind, dass sie das schafft.

Mir ist bewusst, dass die Bilder eines blinden und gelähmten Huhns verstörend sein können. Aber Mariechen hat gute Chancen, wieder Laufen zu können, und mit ihrer Blindheit, die bleiben wird, kann sie dann gut leben. Das ist nicht so ungewöhnlich bei Hühnern.
Wir müssen nur diese etwas schwierigen Wochen der Lähmung überstehen. Das sind normalerweise ca. 6 Wochen. Sehr lang, aber nicht endlos. 
Ellen hat uns einen Hühner-Rollstuhl ausgeliehen, in dem Mariechen zwischendrin immer mal sitzt.

Und dann sind in dieser Woche auch noch Nina und Klementinchen gestorben.
Nina hatte Leukose-Tumore im Bauch, die so viele ehemalige Legehennen haben.
Ihr ging es in ihren letzten Tagen elend, so dass wir sie am Montag einschläfern lassen mussten.
Und am Freitag Morgen ist Klementinchen gestorben. Ganz schnell, offenbar an einem Herzanfall.
Ihr ging es bis zum Abend davor immer gut.

Nachdem wir vor einer Woche auch unsere liebe Katze Kira mit 17 Jahren gehen lassen mussten, die einen Nierentumor hatte und der es zum Schluss auch schlecht ging, sind wir im Augenblick ziemlich bedient von Krankheit und Tod. 

Klementinchen war immerhin unser 7. Huhn, das in diesem Jahr gestorben ist, und uns geht jeder Tod auch nah, weil wir jedes Huhn gern haben.
Wir haben nach ihrem Tod überlegt, ob wir aufhören wollen mit den Rettungshühnern, die nach der Legefabrik keine lange Lebenserwartung mehr haben und später oft so viel Leiden und Krankheiten aushalten müssen, wenn sie nicht gleich nach der Fabrik geschlachtet werden.

Wir haben uns dann doch dagegen entschieden und beschlossen, dass wir jetzt halt ein Hühnerhospiz sind. Das macht es leichter, die Situation mit den Krankheiten und dem Sterben hinzunehmen.
Klementinchen hatte immerhin 1 Jahr und 8 Monate eine gute Zeit bei uns. Also mehr als die Hälfte ihres Lebens. Und Nina immerhin 1 Jahr und 3 Monate. Klementinchen war nie krank in der Zeit und Nina erst in der letzten Zeit.  
In diesen Monaten hatten wir viel Freude mit ihnen und es ging ihnen gut. Das wiegt für uns am Ende schwerer als die bittere Zeit zum Schluss.


Dienstag, 11. August 2020

Mariechen ist erblindet

Mariechen ist gestern über Nacht erblindet.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich kapiert habe, warum sie nicht von der Stange und aus dem Stall kommen will. Sie saß einfach da und jammerte vor sich hin.
Dann habe ich sie mit viel Trick und Überredung draußen zum Trinken und Picken gebracht. Da war ich schon froh, dass sie endlich ordentlich Wasser getrunken hat bei der Hitze.

Jetzt habe ich ihr ein schattiges Mini-Areal bei den anderen abgesteckt. Da findet sie leicht Futter und Wasser. Ich habe ordentlich Körner verstreut. Außerdem kann sie sich etwas an die neue Situation gewöhnen, ist aber nicht allein. Ich will sehen, wie sich das weiter entwickelt. Hoffentlich kommt sie klar.

Leider ist auch das eine Erkrankung, die bei den ehemaligen Legefabrik-Hennen nicht selten ist. Manchmal kommen die Hühner mit der Veränderung ganz gut zurecht. Andere haben es schwerer, und manche ziehen in Gruppen von erblindeten Hühnern um.
Ich hoffe, dass sich Mariechen an die neue Situation gewöhnen kann. Ich will versuchen, ihr mit der Zeit immer größere Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, in der sie aber trotzdem genug Futter und Wasser findet.
Das Mini-Revier ist nur zum Angewöhnen. Da liegt so viel Futter, dass sie auf jeden Fall etwas findet, egal wo sie pickt.




Sonntag, 9. August 2020

Hitze

32°. Die Hühner wissen, was ihnen gut tut. Auch unsere Youngster. Sie verbringen den Tag im Schatten der alten Rhododendron-Büsche. Ich bin immer froh, dass im Hühnerrevier so viele Büsche und Bäume sind, die Schatten und Schutz spenden. Die Hühner wissen es sichtlich zu schätzen.