Allen Hühnern geht es aktuell gut. Wenn man mal davon absieht, dass unsere jüngsten Pflegis sich noch entwickeln müssen.
Aber die "Alten" im Stall sind alle munter, auch wenn sie den 1. Advent in der Voliere verbringen müssen.
Allen Hühnern geht es aktuell gut. Wenn man mal davon absieht, dass unsere jüngsten Pflegis sich noch entwickeln müssen.
Aber die "Alten" im Stall sind alle munter, auch wenn sie den 1. Advent in der Voliere verbringen müssen.
Im Augenblick kommen unsere Hühner mit der Stallpflicht noch sehr gut zurecht. Sie sind jedenfalls ganz entspannt, auch wenn sie nicht einsehen, warum sie nicht mit uns durch die Volierentür hinaus gehen können.
In dieser Woche war es die ganze Zeit so windig bis stürmisch, dass wir den Pavillon erstmal wieder abdecken mussten. Der wäre sonst vielleicht davon geflogen. Sobald sich der Wind beruhigt, erweitern wir dann wieder.
Aber wir haben unseren "Alten" einen kleinen Abenteuerspielplatz gebaut. Die dicken Äste gefallen ihnen, und vor allem Tabby und Ulrike hängen den ganzen Tag irgendwo oben herum.
Unsere vier Neuzugänge sind tagsüber in "Hildesheim" (dem kleinen Extrastall bei uns im Garten, den wir mal für die kranke Hilde besorgt hatten.)
Sie sind tatsächlich "Pflegis", ganz anders als gesunde Hühner. Sie sind sehr still, bewegen sich wenig, und brauchen offenbar viel Zeit, um sich wie normal-gesunde Hühner zu entwickeln. Aber wir hoffen, dass sie das alle schaffen. Von uns aus kriegen sie so viel Zeit wie sie benötigen.
Seit zwei Tagen herrscht bei uns Stallpflicht, weil die Vogelgrippe in Norddeutschland ausgebrochen ist.
Das bedeutet, dass die Hühner nicht mehr im offenen Gelände laufen dürfen, sondern nur noch in Räumen, die nach oben geschlossen sind und zu den Seiten so abgedichtet, dass es keinen Kontakt zu Wildvögeln geben kann.
Wir haben ja zum Glück schon die Voliere am Stall, in die sie gehen können. Und dazu haben wir noch einen Pavillon an die Voliere angebaut, so dass sie etwas mehr Platz haben.
Mindestens bis Ende Januar 2021 ist jetzt Stallpflicht. Eine lange Zeit, aber wir versuchen, es den Hühnern so erträglich wie möglich zu machen.
In Schleswig-Holstein sind wieder junge Hühner vor der Einstallung aussortiert worden, weil sie zu schwach oder verletzt waren. "Normalerweise" würden sie sofort getötet, aber dieser Bauer gibt die schwachen Tiere an "Rettet-das-Huhn" ab.
11 davon sind heute mit einer Transportkette Richtung Hannover gefahren. Ich habe sie in Hamburg übernommen. Vier sind bei uns eingezogen: Vivi, Wilma, Xenia und Ylva.
Alle sind unterschiedlich leicht gehbehindert, aber sehr niedlich. Wir freuen uns, dass sie zu uns kommen und hoffen, dass sie im Laufe der Zeit kräftiger werden und besser laufen können.
Wenn es kalt wird, und im Garten kaum noch etwas blüht, beginnt für unsere Hühner die Gartensaison. Im Winterhalbjahr dürfen sie immer gegen Abend noch eine Stunde da herumtoben. Das finden sie äußerst spannend.
Aus Queenie und Olivia, die im Frühling operiert wurden, weil sie so krank waren, sind dicke und muntere Hühner geworden. Auch Sophie, der wir vor zwei Monaten einen Hormonchip setzen ließen, hat seitdem ein richtig tolles Gefieder bekommen. Der Hormonchip verhindert die Eiproduktion, er wirkt nur zwei oder drei Monate, danach legt sie wieder ganz normal Eier. Aber in der Zeit kann sich der kleine Körper von dem Dauerlegestress erholen und ein "normal befiedertes Huhn" werden.
Ulrikchen, die keinen Schwanz hat, ist übrigens keineswegs behindert. Sie ist so geboren und putzmunter. Wenn man sich daran gewöhnt hat, dass sie schwanzlos ist, ist es sogar richtig niedlich. Wie ein kleiner Emu. Es gibt übrigens auch schwanzlose Hühnerrassen, z.B. Araucana-Hühner.
Ulrikchen, die gerne im Galopp unterwegs ist und dazu sehr anhänglich, ist uns jedenfalls besonders ans Herz gewachsen.
Unser Mariechen hat es leider nicht geschafft.
Nachdem es lange sehr gut aussah, und sie auch wieder auf den Beinen war, gab es vor zwei Tagen plötzlich einen Einbruch. Sie wurde schwächer, mochte nicht mehr richtig fressen, und wir konnten auch sehen, dass es ihr nicht gut ging.
Das wurde gestern so schlimm, dass wir sie gehen lassen mussten.
Ich bin sehr traurig, weil sie auf so einem guten Weg war und ich hoffte, dass sie noch ein paar schöne Monate haben würde. Nun ist es anders gekommen.
Mariechen gestern:
Und so war sie, als sie in ihrer ersten Zeit bei uns, Anfang 2019, noch immer wild herumraste.
Dafür, dass diese armen Hühner noch Monate oder sogar ein/zwei Jahre so herumrennen können, lohnt es sich. Auch wenn wir viel zu oft Abschied nehmen müssen.
Adieu, kleines Mariechen!
Mariechen übt fleißig im "Reha-Zentrum" das Laufen. Schritt für Schritt arbeitet sie sich zurück ins Hühnerleben. Wir freuen uns riesig, wenn wir ihre Fortschritte sehen.
Fast auf den Tag genau nach zwei Monaten ist Mariechen heute zum ersten Mal wieder aufgestanden. Wir freuen uns wie wild, dass sie ihre Lähmung tatsächlich überwindet. So ein schöner Tag!
Unsere Hühner mausern zur Zeit. Sie sehen zerrupft aus, und in Stall und Revier fliegen die Federn. In ein paar Wochen ist das Gefieder dann bei allen wieder schön und komplett.
Mariechen kann leider noch nicht wieder laufen. Aber sie ist nach wie vor munter, frisst und trinkt mit Vergnügen, so dass wir optimistisch sind, dass sie bald wieder auf die Beine kommt. Es gab Hühner, die erst nach drei Monaten wieder losgelaufen sind. Da haben wir noch viel Zeit zum Hoffen.
Heute hatte sie sich aus Versehen beim Herumräkeln in ihren Wassernapf gelegt und eine nasse Brust bekommen. Die habe ich ihr drinnen getrocknet und ihr ein bisschen Rotlicht spendiert. Das mochte sie offenbar sehr gerne.
Nach dem Rotlicht, dem Futter, dem Wasser, dem Putzen und dem Nickerchen ist sie jetzt wieder bei den anderen im Hühnerrevier.